Kontext: Kellner von Zinnendorf, Johann WilhelmKellner von Zinnendorf, Johann Wilhelm (eigtl. Ellenberg) (1768)

Inschrift:
Die Inschrift konnte bisher nicht ermittelt werden.

Ehemaliger Standort:
Alte Jakobstraße 55/Ecke Sebastianstraße (Mitte)

Einweihung um 1831
Demontage um 1963

Bemerkungen:
Die Tafel wurde in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts angebracht. Sie ehrte vermutlich weniger den preußischen Generalfeldarzt Kellner von Zinnendorf als den Gründer der Großen Landesloge der Freimaurer. Sie war von ihm 1770 in Berlin ins Leben gerufen worden und hatte ab 1791 ihr Domizil in der Oranienburger Straße 71/72. Das Haus war nach Entwürfen von Christian Friedrich Becherer in nur zwei Jahren erbaut worden. Dann befand sich dort das Postfuhramt und heute beherbergt es Einrichtungen der Deutschen Bundespost. Die Kirche war 1945 bei einem Bombenangriff zerstört worden. Im Jahre 1963 wurde die Ruine abgerissen. Die Tafeln an der 1945 zerstörten Luisenstadt-Kirche wurden weder 1893 bei Paul Schmidt-Neuhaus noch in der Publikation von 1911 von Otto Mönch erwähnt.

Literaturhinweise
Zech, Hermann: Gedenktafeln in Berlin-Mitte. 1855 - 1996, a. a. O.
Holtorf, Jürgen: Die Logen der Freimaurer, a. a. O.
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1994


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