Synagogenverein "Thorat-Chessed e.V."

Geplanter Standort:
Kantstraße 125 *
Ortsteil Charlottenburg

Synagogenverein "Thorat-Chessed e.V." 1908 wurde von osteuropäischen Juden der Synagogenverein "Thorat-Chessed e.V." ins Leben gerufen. Die Gründung fand auf dem zweiten Hinterhof des Grundstücks Kantstraße 125 statt. Die Initiatoren mieteten dort Räume einer ehemaligen Glaserei und richteten eine Synagoge ein. 1908 wurde das Bethaus, das 280 Plätze bereit hielt, der Öffentlichkeit übergeben. 1919 wurde ein Anbau getätigt. In der Pogromnacht vom November 1938 blieb dieses Gotteshaus verschont, da es sich mitten in einem Wohngebiet befand. Jedoch schon im Januar 1939 mußte die Verantwortlichen im Synagogenverein dem Druck der Gestapo nachgeben. Sie traten das Gebäude an die Behörden ab. Das Haus biete heute dem Kulturverein Charlottenburg eine Heimstatt.

Literaturhinweise
Eckhardt, Ulrich/Nachama, Andreas: Jüdische Orte in Berlin, a. a. O.
Bezirksamt Charlottenburg, Pressestelle, Mitteilung vom 29.9.1999


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