Hohenlohestraße

Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain
Name ab 15.7.1896
Name bis 24.5.1951
Namen
(früher/später)
Modersohnstraße (1951)
Namens-
erläuterung
Hohenlohe-Schillingsfürst, Chlodwig, Prinz von Ratibor und Corvey, * 31.3.1819 Rotenburg an der Fulda, † 6.7.1901 Bad Ragaz (Schweiz), Politiker.
Er entstammte einem süddeutschen Adelsgeschlecht und studierte Jura. 1841 trat er in den preußischen Staatsdienst ein. Bei Umverteilung des Familienbesitzes kam er in Besitz der Herrschaft Schillingsfürst in Mittelfranken. Durch Heirat erwarb er auch in Rußland größere Besitzungen. 1846 wurde er bayerischer Reichsrat und 1848/49 war er Gesandter in Athen und London. Hohenlohe trat für die Schaffung eines deutschen Nationalstaats unter preußischer Führung ein. Als bayerischer Ministerpräsident und Außenminister (1866-1870) setzte er sich für einen föderativen Zusammenschluß der süddeutschen Staaten mit dem Norddeutschen Bund ein und trat gegen partikularistische Tendenzen, einen süddeutschen Separatstaat zu bilden, auf. Von 1871 bis 1881 war er Mitglied des Reichstags (Deutsche Reichspartei, zugleich ihr Vizepräsident); seit 1874 deutscher Botschafter in Paris, wurde er 1880 interimistischer stellvertretender Leiter des Auswärtigen Amtes. 1885-1894 war Hohenlohe-Schillingsfürst als Nachfolger von Manteuffel Statthalter in Elsaß-Lothringen. 1894-1900 Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident, konnte er den Regierungskurs nicht maßgeblich bestimmen, bis er schließlich auch nominell dem einflußreichen Regierungsmitglied Bülow als Reichkanzler den Platz räumte.
  Vorher Straße Nr. 45, Abt. XIV des Bebauungsplanes. Für den Abschnitt Nr. 19, Abt. XIV des Planes wurde am 13. September 1905 die Benennung vorgenommen.
aktueller Name Modersohnstraße


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